BATS - Upscale & Deinterlace
576i50 wird 1152p50 – QTGMC deinterlaced und verdoppelt Auflösung und Frame-Rate
Upscale & Deinterlace ist der große Bruder des einfachen Deinterlacers: Auf Basis des Avisynth-Referenzdeinterlacers QTGMC trennt er die Felder des Interlace-Materials, rekonstruiert Progressive-Bilder per Bewegungsschätzung und vergrößert sie gleichzeitig auf das 2-fache – bei verdoppelter Frame-Rate. Aus 576i50 (DV 25 fps) wird 1152p50: progressives, quadratisch-pixeliges HD-Material, das Sie direkt in einem 1080p50-Projekt schneiden können. Damit wird SD-Material nicht nur „feldsauber“, sondern zugleich zur aktuellen Projekt-Auflösung hochskaliert – in einem einzigen Rechtsklick-Job.
So richten Sie den Menüpunkt ein
„Upscale & Deinterlace“ wird über den Assistenten „Add function...“ angelegt (Rechtsklick im BIN → Add function... → Upscale & Deinterlace - 2x Upscale). Die Fragen des Assistenten:
- QTGMC-Stufe: Medium (Empfehlung) · Very Fast · Very Slow (höchste Qualität, längste Renderzeit).
- Zielformat: MP4 (H.265, 10-Bit) oder MKV (H.264, 8-Bit).
- Platzierung (BIN oder Timeline) und Name (Vorschlag: „Upscale & Deinterlace <Stufe> <Format>“), dann [Preview '.bat0' file] / [Add menu entry].
Die technische Seite des Vorgangs (Feldtrennung, Motion Estimation, Presets, portable Avisynth+-Installation) erklärt der Artikel QTGMC.
So nutzen Sie es
- Rechtsklick auf eine interlacede Datei (DV-, DVD-, VHS-Clip …) → Ihr Eintrag (z. B. „Upscale & Deinterlace Medium MP4“).
- BAT Server füllt die QTGMC-Skriptvorlage mit den Clip-Werten (Dateipfad, IN/OUT, Feldreihenfolge, Pixel-Aspekt, Frame-Rate, CPU-Anteil) und rendert das Skript per mitgeliefertem FFmpeg.
- Je nach gewählter Platzierung wird das fertige File automatisch im BIN unter __BAT Server\Deinterlace registriert (bzw. bei Timeline-Platzierung direkt neben dem Quell-Clip) – einsatzbereit in einem 1080p50-Projekt.
Wichtige Hinweise
- Interlacede Quellen nur: Progressive Dateien werden aktiv abgelehnt („Source is Progressive“) – der Eintrag ist ausschließlich für Interlace-Material. Für die reine Aufwertung progressives Materials (ohne Feldproblem) eignen sich die AI-Aufwertungen (siehe den Artikel UpscalePro).
- Doppelte Frame-Rate: Die Ausgabefile läuft bei 2× der Quell-FPS (576i50 → 1152p50, 576i30 → 1152p60). Im Projekt entsprechend die richtige Timebase einstellen.
- Renderzeit realistisch planen: Deinterlace + 2× Upscale ist rechenintensiv – vor allem auf der Stufe Very Slow. Für lange Aufnahmen die Stufe Medium (Standard) oder Very Fast wählen.
- IN/OUT werden respektiert: Geschnittene Clips werden nur im IN/OUT-Bereich verarbeitet; ohne IN/OUT der komplette Clip.
- Ergebnis: Neue Datei im gewählten Format (Rec.709, quadratische Pixel) neben der Quelle, automatisch im BIN unter __BAT Server\Deinterlace registriert – das Original bleibt unverändert.
Preset verwalten
Per Assistent angelegte Einträge sind Nutzer-Presets: Die .bat0-Datei liegt je nach Wahl unter C:\ProgramData\EdiusPowerTools\BAT-server\bat_files\BIN\ bzw. …\bat_files\timeline\ und kann frei bearbeitet, umbenannt oder gelöscht werden (Löschen entfernt den Kontextmenü-Eintrag). QTGMC-Stufe und Zielformat sind in der .bat0 eingebrannt – Änderungen (z. B. andere Stufe) wirken ab der nächsten Ausführung; für eine andere Kombination einfach einen zweiten Eintrag anlegen.