BATS: Scene Detect 🎬

Vom Rohmaterial zur fertigen Szenenliste

Ein langer Clip, in dem viele Einstellungen durcheinandkommen? Scene Detect analysiert den Clip optisch, erkennt die Szenenwechsel und legt daraus pro Szene einen eigenen Clip an – so starten Montagen, Highlights und Social-Media-Clips mit fertigen Bausteinen, die Sie nur noch in die Timeline ziehen müssen.

So funktioniert es

Scene Detect ist im KontextmenĂĽ der Video-Clips im BIN als UntermenĂĽ Scene Detect mit zwei System-Presets registriert:

  • Easy – vollautomatisch: Nach der Analyse ĂĽbernimmt BAT Server die erkannten Szenenwechsel automatisch mit der Standard-Schwelle. Die Scene detect-Tabseite in EDIUS (dort sehen Sie auch den Fortschritt) schlieĂźt sich anschlieĂźend von allein.
  • Advanced... – interaktiv: Die Scene detect-Tabseite bleibt nach der Analyse offen. Jeder erkannte Szenenwechsel erscheint als Balken mit Thumbnails (Bilder direkt vor/nach dem Schnitt) und Timecodes. Die Schwellen-Einstellung lässt sich per Schieberegler (Voreinstellungen: low / medium / high) nachjustieren oder im Refine-Modus ĂĽber Einzel-Checkboxen pro Schnitt. Ăśber die Schaltfläche clips to BIN bestätigen Sie das Ergebnis.

Im BIN entsteht anschließend der Ordner Scenes: – darin ein Clip pro Szene (benannt „Scene 1 - …", „Scene 2 - …" usw.), jeweils mit IN-/OUT-Punkten auf der Originaldatei und einem Vorschaubild. N erkannte Schnitte ergeben N+1 Szenen-Clips. Der Original-Clip bleibt unverändert; führen Sie Scene Detect erneut auf demselben Clip aus, werden der vorhandene Ordner und seine Clips aktualisiert.

Optionen

  • Schwelle (Standard: 50, intern 0.5) – Steuert, welche Szenenwechsel ĂĽbernommen werden: Ein höherer Wert erzeugt weniger, aber deutlichere Schnitte; ein niedrigerer Wert erkennt auch schwächere Ăśbergänge. In der Advanced-Tabseite lässt sich die Schwelle pro Datei anpassen – der zuletzt verwendete Wert wird pro Datei gemerkt und beim nächsten Lauf vorgegeben.
  • Vorschau & Navigation – In der Advanced-Tabseite können Sie ĂĽber die Balken einzelne Wechsel prĂĽfen: Bei der BerĂĽhrung erscheinen Vorschaubilder direkt vor und nach dem Schnitt, und ĂĽber die Buttons können Sie direkt in EDIUS anspringen bzw. den neuen Szenen-Abschnitt kurz im Player abspielen lassen.
  • Caching – Analysierte Dateien werden zwischengespeichert. Wiederholte Läufe auf demselben Clip nutzen den vorhandenen Ergebnis-Cache und laufen dadurch deutlich schneller, statt das Video erneut zu analysieren.

Hinweis: Es kann jeweils nur ein Scene-Detect-Job gleichzeitig laufen. Beschäftigt der Server bereits einen anderen Clip, teilt er „job is running" mit – in dem Fall einfach kurz warten.

So nutzen Sie es

  1. Wählen Sie den Video-Clip in einem BIN an (Scene Detect ist für Video-Clips im BIN registriert).
  2. Rechtsklick auf den Clip → Scene Detect → Easy (automatisch) oder Advanced... (mit Vorschau).
  3. Die Scene detect-Tabseite in EDIUS zeigt den Fortschritt der Analyse. Bei Easy schließt sie sich nach dem Abschluss selbst; bei Advanced die Schwelle ggf. anpassen, einzelne Schnitte über Refine nachjustieren und mit clips to BIN bestätigen.
  4. Im BIN liegt nun der Ordner Scenes: mit einem Clip pro Szene. Ziehen Sie die gewünschten Szenen auf die Timeline – Szenen, die Sie nicht brauchen, löschen Sie einfach im BIN.

Preset verwalten

Beide Presets sind System-Presets: Sie erscheinen im Kontextmenü von EDIUS und können dort vorübergehend deaktiviert oder gelöscht werden. Da System-Presets nicht bearbeitet werden sollen, empfiehlt sich für eigene Standardwerte (z. B. eine andere Schwelle als 50) das Anlegen eines persönlichen Presets über den BAT-Server-Preset-Assistenten – dort lässt sich der threshold=-Wert in der Preset-URL anpassen. Ein eigenes Preset erscheint im Kontextmenü der Clips unter seinem eigenen Namen.